Breitbandausbau in der Verwaltungsgemeinschaft Röderaue-Wülknitz
Wie aktuell ist der Breitbandausbau im Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Röderaue-Wülknitz. Die Mitglieder des Gemeinderates zweifeln inzwischen an der Ausbauzusage der Deutschen Telekom.

Am 09. März 2017 tagten die Gemeinderäte der Gemeinde Röderaue und der Gemeinde Wülknitz gemeinsam in einer internen Beratung und liesen sich die Informationen zur vorbereitenden Untersuchung des Breitbandausbau in der Region durch das Unternehmen TKI erläutern.

Überascht waren alle über den Umfang der Kosten. Diese fallen auch nur  für ausgewählte Enklaven an, in die die Deutsche Telekom keine Ausbauzusage erteilt hat.

Es ist unlogisch und unwirtschaftlich  das die Gemeinden in diese Enklaven investieren soll, diese Investitionen würden Unsummen von Euros verschlingen. Auch wenn mit 90% gefördert, sind die Eigenanteile nicht durch die Gemeinden zu stemmen. Weiterhin würde die Erschließung der Enklaven mitten durch das Gebiet, welches für den Ausbau durch die Deutsche Telekom vorgesehen ist, gehen und damit schon wesenliche Voraussetzungen für das Unternehmen schaffen.

Für die Hauptbestandteile der Ortsteile der Gemeinde Röderaue und Wülknitz erteilte die Deutsche Telekom eine Ausbauzusage. Bis 2019 sollen die aufgeführten Ortsteile weitestgehend mit schnellen Internet durch die Telekom erschlossen werden. Allerdings ohne einen schriftlichen Vertrag, ohne klare Ansagen einer Zeitschiene und ohne einer Möglichkeit auf Rückfrage eine präziesere Antwort zu bekommen.

Deshalb glaubt wohl niemand der Gemeinderäte dass diese Ausbauzusage bis 2019 auch Wirklichkeit wird. Leider sind den Kommunen mit der Ausbauzusage alle Hände gebunden um selbst tätig zu werden. Hier fehlt der politische Druck gegenüber diesen Unternehmen seitens der Bundesrepublick und des Landes Sachsen.

Die Gemeinderäte werden sich in ihrer kommenden Beratung mit dieser Materie wieder beschäftigen.