Das Ordnungsamt informiert

Durchführung von Brauchtums- und Traditionsfeuern (Lagerfeuer)

Aufgrund der in letzter Zeit festgestellten zunehmenden Beantragung zum Abbrennen von Lagerfeuern, möchten wir auf folgendes dringend hinweisen:

Lagerfeuer dürfen nur durchgeführt werden, wenn sie der Traditions- und Brauchtumspflege dienen. Nur an wenigen Tagen im Jahr ist dafür ein Anlass gegeben. (z.B. 30. April - Walpurgisnacht).

Grundsätzlich bedarf jedes Lagerfeuer gemäß § 13 der Polizeiverordnung vom 15.06.2006 einer Ausnahmegenehmigung der örtlichen Behörde.

Der Antragsteller hat nachzuweisen, dass es sich bei dem genannten Anlass um eine Tradition handelt.
Bei einem Brauchtums- oder Traditionsfeuer steht nicht die geordnete Entsorgung von Abfällen im Vordergrund, sondern die Pflege des Brauchtums.

Der Antrag muss spätestens 14 Tage vor dem beabsichtigten Abbrennen in der Gemeindeverwaltung vorliegen und folgende Angaben enthalten:

- Daten des Antragstellers: Name, Vorname, Straße, Wohnort
- Anlass für das Feuer
- Standort der Feuerstelle (genaue Straßen- Ortsangabe)
- Eigentümer des Grundstückes
- Zeitraum des Abbrennens (Uhrzeit von-bis)
- Verantwortlicher
- Datum und Unterschrift

Für die Erteilung einer solchen Ausnahmegenehmigung werden Gebühren in Höhe von 15,00 € erhoben.

Hinweisen möchten wir an dieser Stelle noch auf folgendes:

Pflanzliche Abfälle dürfen nicht verbrannt werden, sie sind auf dem eigenen Grundstück zu entsorgen, beispielsweise durch Schreddern, Kompostierung oder über die Biotonne. Alternativen sind Annahmestellen für Garten-und Grünschnittabfälle sowie Entsorgungsunternehmen und Containerdienste. Diese können Sie dem aktuellen Abfallkalender entnehmen.

Wer als Veranstalter ohne Genehmigung ein Lagerfeuer abbrennt handelt ordnungswidrig.

Die Ordnungswidrigkeit kann im Einzelfall mit einer Geldbuße bis 1.000,00 € geahndet werden.