Im Frühjahr 2023 wurde durch das Telekommunikationsunternehmen Deutsche Glasfaser eine Vorvermarktung für einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in der Gemeinde Röderaue durchgeführt.
Unterstützt durch eine breit angelegte Marketingkampagne wurde hierbei für einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau, also ohne Fördermittel, geworben. Ziel war das Erreichen einer Quote von Vorverträgen, um neben dem geförderten Ausbau weitere Adressen mit Glasfaser zu erschließen. Die dafür erforderliche Anzahl von verbindlichen Buchungen wurde in der Gemeinde Röderaue erreicht. Eine Umsetzung fand jedoch bisher nicht statt.
Leider erreichte die Gemeindeverwaltung mit Datum vom 01.07.2026 ein Schreiben der Deutschen Glasfaser, in dem offiziell vom geplanten privatwirtschaftlichen Ausbau Abstand genommen wurde. Als Gründe wurden veränderte wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen angeführt. Insbesondere die allgemeine Verteuerung der Tiefbauleistungen trug zu einer deutlichen Kostensteigerung des geplanten Ausbaus bei, so dass eine Umsetzung nicht mehr wirtschaftlich darstellbar ist.
Nach Angaben der Deutschen Glasfaser sind die abgeschlossenen Kundenaufträge damit hinfällig. Den betroffenen Kundinnen und Kunden entstehen daraus keinerlei Verpflichtungen mehr gegenüber dem Unternehmen. Auch sollen diese eine gesonderte Mitteilung über die Nichtigkeit der Verträge bekommen.
Wichtig in diesem Zusammenhang:
Die Umsetzung des derzeit laufenden Ausbaus im Rahmen des „Weiße Flecken“- Förderprogramms durch die Deutsche Glasfaser ist vom Rückzug aus dem eigenfinanzierten Projekt nicht betroffen. Dieser wird planmäßig weitergeführt. Auch werden viele der jetzt abgesagten Adressen vom nächsten Förderprogramm „Graue Flecken“ erfasst und für den Ausbau vorgesehen. Organisiert wird dieses vom Landkreis Meißen.